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Die Geschichte der Stadt


 

Die Geschichte der Stadt

 

Die Stadt Cesis nimmt ihren Anfang in der Ortschaft,die zwischen dem Gebiet von alten Letgalen Talava und dem von alten Liven Idumeja liegt.Unweit vom Fluss Gauja auf dem Nussberg stand eine Holzburg,die von dem wendischen Stamm bewohnt war.

In den Jahren 1207 – 1209 begann der Schwertbrüderorden mit dem Bau einer steinernen Burg,die Stützpunkt für die Eroberung baltischer Stämme wurde.

Am Anfang des 13.Jh.entstand neben der Burg eine Siedlung von Kaufleuten und Handwerkern,die  1221 in der Chronik erwähnt wurde.Die Entwicklung der Stadt begann dort, wo die Livu,Katherinen,Kleine Katherinen Strassen verläufen – im Livenviertel.

1296 wurde die Burg zu Wenden Sitz des Ordensmeisters.Die Burg wurde umgebaut,gleichzeitig wurde auch die Siedlung grösser,hauptsächlich in ostlicher Richtung.Von 1282 bis 1284 wurde die Domkirche,später St.Johanneskirche gebaut.Am Ende des 13.Jh. ist Cesis schon mit der Mauer umgeben.Am Anfang des 14.Jh. ist die Mauer umgebaut worden,ein Teil der Vorstadt und die Kirche St.Katherina sind ausserhalb geblieben.In die Stadt kommt man durch 4 Tore – Raunaer,Rigaer,Wassertor und Katherinator.

In der 2.Hälfte des 14.Jh. rückt das Zentrum der Stadt nach Osten,neben der St.Johanneskirche wird ein neuer Marktplatz eingerichtet,es wird auch ein neues Rathaus gebaut.Entwicklung des Handels im 15.Jh. stimuliert das Aufblühen der Stadt.Cesis tritt dem Hansebund bei,es werden Grosse und Kleine Gilden gebildet,der Schwarzhäupterverein gegründet.Als Sitz des Ordensmeisters hat Cesis auch internationale Bedeutung erworben,bis Mitte des 16.Jh. hatte die Stadt das Recht auf eigenes Geld.Es gab in der Stadt sogar eine Schule.

In der 2.Hälfte des 16.Jh.wird die Entwicklung von dem Einbruch des Heeres des russischen Zaren Iwan des Schrecklichen unterbrochen (1577).Um in die russische Gefangenschaft nicht zu geraten,sprengten einige hunderte Burgeinwohner sich selbst hoch.Danach kommt die Stadt mal unter polnische,mal unter schwedische Herrschaft,1625 – unter den schwedischen König Gustav Adolph.In dieser Zeit wird die Stadt teilweise wiederaufgebaut..Während der grossen Bränden 1671 und 1686 brannte die Stadt fast vollkommen nieder, doch wurde wieder aufgebaut.Es gibt einen Stadtplan vom 1693,auf dem man den Strassennetz,Grundstücke,Plätze und einige gesellschaftliche Objekte sehen kann.

Im Jahr 1703,während des Nordischen Krieges,kam die Stadt erneut unter russische Herrschaft.Die Burg und die Türme waren zerstört,die meisten Einwohner – getötet,in Verbannung geführt oder vom Pest gestorben.In dieser Zeit glich die Stadt einem ausgeplündertem Dorf.1747 schenkte die Zarin Elisabeth den Schlossgut Cesis dem Grafen Bestuschew-Rjumin.1748 brannte die Stadt vollkommmen nieder.Der Graf befahl die Strassen und Plätze mit Getreide zu besäen.Nur einige Einwohner bekamen die Genehmigung ihre Häuser wieder aufzubauen. Erst 1759 bekam die Stadt vom Senat das Stadtrecht wieder (es ist nicht bekannt,wann eigentlich das Recht entnommen wurde.)Es zeichnete sich Wiedergeburt der Stadt an.Laut dem Bericht der Stadtverwaltung gab es 1764 schon 70 Häuser,davon 24 steinerne.

1777 hat das Schlossgut Cesis Major K.von Sievers gekauft.Im Besitz dieser Familie blieb das Gut bis zur Reform im Jahr 1920.

1785 wurde Cesis Kreisstadt,da wohnten etwa 1000 Einwohner.

In der 2.Hälfte des 18.Jh.wurden folgende bedeutende Gebäude gebaut :

1777 – das Neue Schloss,

1768 – das Gerichtshaus Schlossstrasse 12,

1778 - die Schule Schulstrasse 6,das Haus der Harmonie-Gesellschaft Rigaer Str.24,

1767 - das Rathaus Rigaer Str.7,

1786 - die Volksschule Turmstr.3,

1762 – 1768 das Krankenhaus Gr.Katherina Str.27

Im 19.Jh. wuchs wesentlich die Einwohnerzahl - von 1300 im Jahr 1817 zu 6356 im Jahr 1897.Das war mit dem wirtschaftlichen Aufschwung verbunden,es wurde auch vom Bau der Strasse Cesis – Drabeschi (1868) und der Eisenbahnlinie Riga – Cesis – Valka(1889) beeinflusst.Gleichzeitig mit dem Erweitern der wirtschaftlichen Verbindungen,der Bildung von Produktionsstätten bekam Cesis am Ende des 19.Jh. als Erholungszentrum einen besonderen Ruf.Unweit von der Stadt,besonders am Fluss Gauja,wurden Sommerhäuser gebaut.Sie wurden von Einwohnern der Stadt und auch von Gästen benutzt.

1845 wurde an Stelle der Kirchenruine St.Katharina eine neue ortodoxe Kirche gebaut.1853 bekam die St.Johanneskirche einen neuen Turm.In dieser Kirche befinden sich Grabsteine von mehreren Ordensmeistern und Bischöfen,darunter auch das Denkmal vom Ordensmeister Walter von Plettenberg.1882 wurde das neue Gerichtshaus Raunaer Str.14,1884 – 1885 das Haus der Lettischen Gesellschaft gebaut.Bis zum ersten Weltkrieg gab es in der Stadt ein Krankenhaus,Telefon- und Telegrafzentrale,2 Kirchen und mehrere Gebetshäuser,eine Bibliothek mit dem Lesesaal,3 Schulen,ein Lehrerseminar u.a.Die Stadt hatte Wasserleitung und Kanalisation,elektrische Beleuchtung.

Am Anfang des 20.Jh.war Cesis die grösste Stadt in Vidzeme.Trotz dem grossen Verlust an Einwohnern im Laufe des ersten Weltkrieges und der Befreiungskämpfe wohnten da 1921 schon 7403 Einwohner.Die Stadt war gut gepflegt,die Strassen waren gepflastert und sauber,es gab viele schöne von Gärten umgebene Häuser.In den 20. – 3o. Jahren war Cesis das politische und wirtschaftliche Zentrum von Vidzeme.

Am Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Stadtzentrum teilweise zerstört .Nach dem Krieg begann eine gewisse wirtschaftliche Entwicklung,es entstanden grosse Betriebe wie das Autoreparaturwerk,der Kraftfahrbetrieb u. a.

Cesis ist die erste Stadt gewesen,wo am Anfang der zweiten Befreiung die lettische Nationalfahne gehisst wurde.

 

 




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